Riedlingen an der Donau        
   Home      Stadt+Orte      Service      Tourismus      Kultur+Freizeit      Bildung+Soziales      Wohnen+Bauen      Infos      SM     
     Museum
     Feuerwehrmuseum
     Künstler
     Vereine
     Späth Orgel
     Brauchtum+Feste
     Kirchen+Klöster
     Kirchengemeinden
     Publikationen
     Lehrschwimmbecken
     Stadtbücherei
     Kanutouren
     Tennis
     Kino Riedlingen
 
Home / Kultur+Freizeit / Künstler
- Albert Burkart (1898 - 1982) 
- Johann De Pay (1614 - um 1660)
- Johann Joseph Christian (1706 - 1777)
- Josef Ignaz Wegscheider (1704 - 1761)
- Franz Josef Spiegler (1691 - 1756)
- Christoph Maria Moosmann
- Conrad Graf (1782-1851)



Albert Burkart (1898 - 1982) 

Der Maler Albert Burkart, am 15.04.1898 in Riedlingen geboren, hat in 60 Arbeitsjahren von
1920-1980 ein ganzes Werk als Wandmaler, Gestalter von Glasfenstern, Tafelbildmaler und
Grafiker geschaffen.

Mehr als 50 Jahre (von 1928 an) hat er für Kirchen gearbeitet, Altarbilder und Kreuzwege gestaltet,
Chorräume und Kapellen ausgemalt und farbige Glasfenster entworfen. In seinen Werken spiegeln
sich die Entwicklungen der Malerei, der Architektur, der Kirche und der Gesellschaft zwischen 1930
und 1980.

Der Künstler erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Päpstlichen Sylvesterorden mit
Compturkreuz, Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, Gerhard-Fugel-Preis der
Deutschen Gesellschaft für Christliche Kunst. Am 07.03.1982 verstarb der Ehrenbürger der Stadt
Riedlingen in München.

 

- Top -  

Johann De Pay (1614 - um 1660) 

Der älteste der uns bekannten Riedlinger Künstler ist Johann De Pay, 1614 aus einer
Malerfamilie in Riedlingen geboren, Kabinettsmaler der Kurfürsten von Bayern.
Von ihm stammt das repräsentative Hochaltargemälde (s. Foto Winfried Aßfalg)
"Martyrium des  hl. Sebastian" (ca. 1660) welches in der Spitalkirche zu bewundern ist.
Johann De Pay starb um das Jahr 1660 in München.
Dort in München, in Landshut sowie in Wasserburg befinden sich weitere Werke von ihm.


 

- Top -  

Johann Joseph Christian (1706 - 1777) 

Der zweifellos bedeutendste und überregional bekannteste Riedlinger Künstler ist der Bildhauer
und Stuckateur Johann Joseph Christian. Er wurde 1706 in Riedlingen als Sohn eines Lehrers
geboren, dessen Familie aus Offingen am Bussen stammte, und hatte seinen Wohnsitz und
seine Werkstätte ständig in Riedlingen. Höhepunkt seines reichhaltigen Werkes sind Chorgestühle
und Stuckplastiken in Zwiefalten und Ottobeuren. Die Pieta (s.Bild - Winfried Aßfalg) in der Spitalkirche
in Riedlingen entstammt ebenfalls seiner Schöpfung.


 

- Top -  

Josef Ignaz Wegscheider (1704 - 1761) 

Joseph Ignaz Wegscheider wurde 1704 in Riedlingen als Sohn eines aus Neufra stammenden
Malers geboren, war 1750 Bürgermeister in Riedlingen, 1757 und 1758 Konsul (Ratsherr) und
starb vermutlich im Jahre 1761. Seine bekanntesten Werke sind die farbenfreudigen
Deckenmalereien in der Klosterkirche in Beuron. In unserem Raum finden wir von ihm
Deckenfresken in der Kirche von Grüningen (s.Abb.)


 

- Top -  

Franz Josef Spiegler (1691 - 1756) 

Franz-Joseph Spiegler stammt zwar nicht aus Riedlingen, sondern aus Wangen im Allg., hatte
jedoch in den Jahren seines aktivsten Schaffens (1729-1752) mit seiner Familie seinen ständigen
Wohnsitz und seine Werkstätte in Riedlingen. Er schuf Altarbilder und besonders spätbarocke
Deckenfresken von kühner, kraftvoller Raumwirkung. Wer sein Hauptwerk kennenlernen will,
dem sie ein kleiner Ausflug zur berühmten Klosterkirche nach Zwiefalten (11 km nördl. von Riedlingen)
empfohlen, wo die monumentalen Deckenfresken (s. Abb.) von ihm stammen.
Wir begegnen ihm weiter in der Spitalkirche in Riedlingen (Seitenaltarblatt) "Fidelis von Sigmaringen"
und in der Pfarrkirche in Altheim.


 

- Top -  

Christoph Maria Moosmann 

Geboren 1960 in Riedlingen. Studium der katholischen Kirchenmusik (A-Examen) an der
Musikhochschule in Freiburg i.B., Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes;
1988 künstlerische Reifeprüfung (Solistenexamen Orgel), anschließend Kapellmeisterstudium
in Basel und Zürich. 1982 bis 1988 Organist an der Universitätskirche Freiburg, künstlerischer
Leiter der "Musiktage an der Universität Freiburg". 1988 bis 1994 Organist der Stadtkirche
St. Nikolaus, Wil (Schweiz), 1992-1994 Lehrbeauftragter an der Kirchenmusikschule St. Gallen.
Lebt seit 1995 in Zürich. Seit 1982 rege Konzerttätigkeit sowie Rundfunkaufnahmen in vielen Ländern Europas.

Auftritte bei internationalen Festivals wie Pro Musica Nova Bremen, Internationale Ferienkurse
Darmstadt, Aspekte Salzburg, Festival Lucèro Paris, Tage für Neue Musik, Nordorgelfestivalen
Pitea (Schweden), Riga Dom-Festival, NYYD-Festival Tallinn und Melos-Ethos-Festival Bratislava.

Uraufführungen u.a. im Mozarteum Salzburg, Kathedrale von Genf und in Paris. Soloauftritte mit dem
Symphonieorchester des Norddeutschen Rundfunks und mit den Bamberger Symphonikern.

Weitere Infos über diesen außergewöhnlichen Künstler wie Konzerte, Festivals, Hörproben bzw.
CD-Einspielungen usw. unter:  (http://www.moosmann.com/)

 


 

- Top -  

Conrad Graf (1782-1851) 

Wer im frühen 19. Jahrhundert in Wien von Hammerflügeln sprach, meinte Instrumente des aus
Riedlingen gebürtigen Conrad Graf. Sein Lebenslauf liest sich wie eine spannende Sozialgeschichte
jener Zeit. Als Sohn des Rotgerbers Georg Graf kam er am 17. November 1782 in der Riedlinger
Mühlvorstadt zur Welt, erlernte er das Schreinerhandwerk im Haus Apothekergasse 4.

1799 setzte sich der Siebzehnjährige als Militärfreiwilliger ab und kam 1800 nach Wien.
Dort traf Conrad Graf seinen Landsmann Jakob Schelkle aus Aderzhofen am Bussen, der in Wien eine
Instrumentenwerkstatt betrieb. Graf fand hier Arbeit, lernte Instrumente zu bauen und übernahm nach
Schelkles Tod 1804 die Werkstatt. 1805 heiratete er Schelkles Witwe. Schon bald bevorzugten die
namhaftesten Komponisten jener Zeit die von Conrad Graf hergestellten Hammerflügel: Franz Schubert,
Clara Wieck, Robert Schumann, Frederic Chopin und Franz Liszt.

Für Beethoven besaitete Graf ein Instrument vierchörig, um der zunehmenden Taubheit des
Genies entgegen zu wirken. Dieses Instrument steht heute als Glanzstück im Beethovenhaus
in Bonn. Aber auch in der Wiener Hofburg standen mehrere Graf - Hammerflügel und Graf erhielt den
Titel eines "Kaiserlich königlichen Hof-Forte-Pianomachers". 1841 verkaufte er seine Klavierfabrikation
aus gesundheitlichen Gründen an Carl Stein. Conrad Graf starb am 18. März 1851 in Wien.
Die im Konzert gespielten Kompositionen von Franz Schubert bekommen auf einem Originalinstrument
von Graf aus der Zeit Schuberts den authentischen Klang und lassen das hören zum Erlebnis werden.

 

- Top -  


 Last update: 23. Jan 2008
© 2007 riedlingen-donau.com